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Musikstudium im digitalen Raum

Ein Projekt - gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre

Hilfskräfte gesucht

(bis zu 10 Stunden pro Monat) zur Unterstützung bei technischer Umsetzung sowie  bei Weiterbildungen, Recherchen und Organisationsaufgaben. Kontakt:  Dr. Peter Mall, Tobias Reiner und Robin Schmidt

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Das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderte Projekt MidiR (Musikstudium im digitalen Raum) hat das Ziel, das Querschnittsthema Digitalität stärker im Alltag der Hochschule und in den Curricula der Studiengänge zu verankern. In vier Arbeitsbereichen werden Veränderungen reflektiert (Thinking:Space), Unterrichtsräume mit innovativen Technologien ausgestattet (Performance:Space), Weiterbildungen für und mit Lehrenden entwickelt und umgesetzt (Teaching:Space) sowie Digitalität als Querschnittsthema in den Curricula der Hochschule verankert (Program:Space).

Die Hochschule für Musik Trossingen begreift das Spannungsfeld „Künstlerische Praxis – Digitalität“ als eine ineinandergreifende Doppelhelix. Das Projektvorhaben MidiR ermöglicht die praktische und sinnliche Erfahrung dieser Doppelhelix und implementiert nachhaltig vielfältige Möglichkeiten der Erweiterung von musikalischer Praxis durch den Einsatz verschiedener digitaler Technologien für die Studierenden aller künstlerischen Studiengänge. Die damit verbundenen fundamentalen Fragen werden durch das Projektvorhaben MidiR für Lehrende und Studierende auf den Ebenen der Unterrichtspraxis, der Qualifizierung von Lehrenden, der Weiterentwicklung von Studienprogrammen sowie einer fundierten und wissenschaftlichen Evaluierung thematisiert, diskutiert, erlebt, gestaltet und implementiert.

Die Gesamtleitung des Projekts liegt bei Prof. Dr. Philipp Ahner.

Performance:Space

Neu ausgestattete digitale Fachräume mit fachlich exzellentem technisch-künstlerischem Personal sollen eine breite Plattform für experimentelle und innovative Hochschullehre in der künstlerischen Praxis bilden. Hochschullehrende unterschiedlichster Instrumente und musikalischer Stile und Richtungen erproben und entwickeln im künstlerischen Einzelunterricht sowie in der künstlerischen Ensemblearbeit didaktisch und inhaltlich neue künstlerisch-digitale Lehr-Lern-Szenarien. Die Fachräume sollen hohen Ansprüchen an digitales Musizieren und hochwertiger Musikübertragung gerecht werden. Zudem sollen einige Räume einen Zugang zu zwei bereits im Hause befindlichen Low Latency-Servern sowie zu diversen anderen telematischen Zukunfts-Technologien bieten, an denen im Rahmen der Hochschullehre geforscht und gearbeitet wird. Dies schließt hochwertiges Streaming etwa von Konzerten wie Echtzeit-Musizieren mit in- und ausländischen Partnern mit ein und ermöglicht insbesondere dezentrale und hybride Gruppen-Lehrveranstaltungen.

Ansprechpartner: Robin Schmidt (technische Projektkoordination), Ralf Pfründer und Paul Schulz

Teaching:Space

Durch zielgerichtet konzipierte Zertifikatskurse werden Hochschullehrende in allen Lehrgebieten des Musikstudiums differenziert und umfassend in handlungsorientierten Qualifizierungseinheiten fortgebildet. Es werden Mikroabschlüsse („Micro-Degrees“) in Form von Zertifikaten offeriert, die sich auf bestimmte, instrumentenübergreifende Qualifikationen konzentrieren und grundsätzlich mehrere Quellen für beschleunigte Bildungserfahrungen nutzen. In der Konzeption der Zertifikatskurse werden künstlerische und wissenschaftliche Inhalte in hybriden und interaktiven digitalen Formaten in Präsenz und über Distanz innovativ und praxisnah zu einem Gesamtportfolio (ePortfolio) zusammengeführt und auf die individuellen Erfordernisse des jeweiligen Lehrbereichs abgestimmt. Die Inhalte und Bereiche der einzelnen Zertifikatskurse speisen sich aus den Themen des zweiten Maßnahmenpakets und sind jeweils auf eine Dauer von ca. 3-4 Wochen ausgerichtet.

Ansprechpartner: Tobias Reiner

Thinking:Space

Im Arbeitsbereich Thinking:Space, der als Querschnittsaufgabe angelegt ist, sollen Transformationsprozesse systematisch beobachtet und begleitet werden. Digitalität verändert unsere Wahrnehmung von Musik und was wir als Musik wahrnehmen. Die geplanten Maßnahmen verändern nicht nur die Hochschule, sondern werden nachhaltig in Musikkulturen und musikalischen Praxen hineinwirken. Dieser Prozess bedarf einer reflektierten Begleitung im Kreis aller Beteiligten, um nachhaltige Aussagen treffen und Perspektiven aufzeigen zu können – auch für andere Hochschulen und Kulturinstitutionen. In diesem Sinne sollen die genannten Maßnahmen in Bezug auf Lern-, Lehr- und Prüfungsaktivitäten sowie deren digitale Transformationsprozesse evaluiert und reflektiert werden.

Program:Space

Auf der Grundlage einer hohen Expertise im Bereich digital ausgerichteter Studiengänge (Musikdesign, Performance etc.) und zusammen mit der langjährigen Erfahrung im Bereich tradierter Studiengänge existiert ein hohes Potenzial zur Entwicklung von zukunftsfähigen und innovativen Studienprogrammen in eine zunehmend digitalisierte Zukunft künstlerischer Praxis, die Modellcharakter für andere Musikhochschulen haben wird. In einer systematischen Überarbeitung der insgesamt 25 Studiengänge entsteht ein neues Studienprogramm, welches den Studierenden insbesondere in den reichhaltigen künstlerischen Perspektiven mehr Gestaltungsspielräume zur individuellen Ausbildung künstlerischer Expertise und Exzellenz bietet.

Ansprechpartner: Dr. Peter Mall (akademische Projektkoordination)