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Musik und Gesundheit

Musikerinnen und Musiker sind wie Spitzensportler gefordert, ausdauernd zu trainieren und punktgenau Höchstleistungen zu erbringen. Dazu braucht es mentale, psychische und physische Gesundheit.

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Modul im Bachelor

Das Modul Musik und Gesundheit vermittelt Grundkenntnisse der Musikphysiologie und Musikermedizin und bietet in praxisbezogenen Workshops Trainings- und Entspannungstechniken,  Optimierung der eigenen Körperhaltung am Instrument, Körperbewusstheit durch Atem- und Meditationsarbeit,  Alexandertechnik und vieles mehr mit dem Ziel, einen gesunden Musikeralltag zu leben.

Wie wir erfolgreich üben und musizieren, wie wir kommunizieren und uns auf der Bühne präsentieren, wie wir uns beim Unterrichten bewähren und verständlich mitteilen – all das vertieft das musikermedizinische Angebot. In der Auseinandersetzung mit einem breit aufgestellten Dozent*innen-Team ist eine umfassende Reflexion der eigenen künstlerisch-pädagogischen Arbeit möglich.

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Studienangebote

Döderlein, Nicola (MSC Physiotherapie, Mitglied des deutschen und schweizerischen Musikermedizinischen Verbandes) 

  • Gesund am Instrument - Strategien im Musikeralltag

Schmerzen und schnelles Ermüden beim Üben und Musizieren müssen nicht sein. In diesem Seminar werden neben einem kurzen Übungsprogramm entlastende Positionen am individuellen Instrument vermittelt. Einblicke in Übe- und Lernstrategien nach evidenzbasierten Methoden der aktuellen Forschung, leistungsunterstützende Ernährungstipps und Formen des Auftrittscoachings ergänzen das Programm.

  • ELSER, Andrea HP, Atempädagogin/Atemtherapeutin

Atemseminar 1 & 2, Atemmeditation

Die Atmung soll physiologisch und anatomisch so erfasst werden, dass sie im Instrumentalspiel und Gesang, in der Rhythmik und in allen weiteren Lebensbereichen integriert werden und individuelle, praktische Anwendung finden kann. So entsteht die Möglichkeit die Atmung für die künstlerische Ausdruckskraft bewusst einzusetzen. Zusammenhänge von Körper und Atem, sowie Atem und Geist, Atem und Klang, Atem und Musizieren werden in Übungen spürbar gemacht und sollen ermöglichen, das eigene Musizieren zu vervollkommnen. Wie bewusst wir Musizieren, hängt entscheidend von unserer Atmung ab. Wichtige Aspekte des mentalen Übens und der Achtsamkeit fließen in die Seminare ein, unterstützt und verstärkt wird dies durch die Teilnahme an der Atemmeditation. Die beiden Atemseminare können unabhängig voneinander besucht werden, es ist aber ratsam beide aufeinanderfolgend zu belegen.

In regelmäßigen Abständen sind mit den „Atem-Klang-Projekten“ Konzerte geplant, in denen die Erkenntnisse praktische Anwendung finden.

  • GÄRTNER, Dr. Henriette (Konzertpianistin und Musikphysiologin) 

Musikphysiologie und Musikergesundheit - Vorlesung

Die Vorlesung verschafft einen Einblick in das Thema Musiker-Medizin und Musikphysiologie. Vermittelt werden körperlich-mentale Grundlagen des Musizierens (anatomische und physiologische Grundlagen, Belastung/Beanspruchung, Trainingszyklus, Haltung im Stehen und Sitzen, Einzigartigkeit, berufsspezifische Beschwerden, Schmerz), verschiedene Übe- und Lerntechniken (Übestrategien, sensomotorisches und mentales Lernen)  und Möglichkeiten von Stressprävention (Lampenfieber/Bühnenangst, Gehörschutz).

Musikphysiologische individuelle Praxisanwendung

Praktische Anwendung zur Vorlesung „Musikphysiologie und Musikergesundheit“. Feedback zu individuellen Fragen/Problemen rund um die Musizierpraxis mit oder ohne Instrument (Körperhaltung, Sitzen, Stehen, Üben, Lampenfieber, Auftritt etc.).

Musikergesunheit. Fit für Musik

Ziel ist es, MusikerInnen zu befähigen, so mit ihrem Körper umzugehen, dass sie ein Leben lang mit Spaß und schmerzfrei musizieren können - denn nur ein gesunder Körper kann einem Musiker die Basis bieten, welche er braucht, um Höchstleistungen hervorzubringen (Prävention/Musikphysiologie). Das Bewusstsein soll sensibilisiert werden, Aspekte wie Körperwahrnehmung, -haltung, Atmung, Muskelspannung und –entspannung sind von Bedeutung. Die Techniker Krankenkasse (TK) unterstützt den Kurs.

MÜLLER, Ulrike (Physiottherapeutin und Reldenkrais-Lehrerin) 

Feldenkrais-Workshop, Bewußtheit durch Bewegung

Wir benutzen oft nur einen kleinen Teil unseres Bewegungsapparates. Meist sind Bewegungen unbewusst, laufen automatisch ab. Durch spielerisches Experimentieren mit neuen, teils ungewohnten Bewegungen werden die Möglichkeiten erweitert, der Körper kann in seiner Gesamtheit erfahren werden, das Körpergefühl verändert sich. Dadurch können wir ihn auch besser benutzen. Gerade für Musiker gibt es interessante Fragestellungen: - wie hängen die Finger mit den Schultern, dem Brustbein und dem Becken zusammen ? - wie kann ich mit dem Instrument stabil und gleichzeitig beweglich sein?     

  • SCHMID, CHRISTIANE JOHANNA (Christiane Johanna (Lehrerin der F.M.Alexander-Technik, Mitglied im ATVD)

F.M.Alexander-Technik - Entdeckung des Zusammenspiels von Bewegung und Klangqualität

F.M.Alexander spricht nicht primär vom Körper, sondern vom Selbst und nicht von Haltung, sondern vom Umgang mit uns Selbst. Durch eigenes Erleben am Instrument wird die Erfahrung von Leichtigkeit vermittelt, das Bewusstsein für einzelne Bewegungsabläufe geschärft und individuell ein neuer, spielerischer Umgang mit dem Instrument ermöglicht.

„True Harmony with an Instrument must begin with Harmony in the Self“  M.Gelb.

Weitere jedes Semester variierende Angebote sind im Vorlesungsverzeichnis zu finden.

Beratung

Symptomorientierte Beratung bei gesundheitlichen Problemen. Besprechung von Therapiemöglichkeiten und langfristigen prophylaktischen Maßnahmen

Anmeldung per Email

Studium

Im Bachelorstudium ist das Modul Musik und Gesundheit verpflichtend:

  • Teil 1: Vorlesung (1 Semester)
  • Teil 2: ein praktischer Workshop nach freier Wahl (1 Semester)

Für den Studiengang Musik und Bewegung:

  • Teil 1: Vorlesung für Rhythmikstudierende ( 1 Semester)
  • Teil 2: Wahlpflichtmodul „Körperwissen in der Praxis“ Ria Rehfuss (1 Semester)

Darüber hinaus können alle Angebote des Moduls Musik und Gesundheit in allen Bachelor- und Masterstudiengängen als Wahlmodul belegt werden.