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  • Fr. | 05. 12. 2025
  • Projekte

Digitales Finale

Musikstudium im digitalen Raum erfolgreich implementiert

Digitalität und Tradition sind keine Gegensätze, wie das innovative Drittmittel-Projekt „Musikstudium im digitalen Raum“ (MidiR) der Hochschule für Musik Trossingen gezeigt hat. Zum Abschluss präsentierten die Verantwortlichen ein vielfältiges Programm. 

Zukunftsweisende digitale Transformation

MidiR, mit rund 1 Mio. € gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre als Einzelprojekt in der Förderlinie „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“, trug wesentlich zur Weiterentwicklung des Musikstudiums in Trossingen bei: Es entstanden experimentelle und exzellente digitale Raumkonzepte, Qualifikationsangebote in digitaler künstlerischer Praxis in der Hochschullehre, systematisch-musikwissenschaftliche Evaluation sowie innovative Studienprogramme. In Trossingen gehören zum Musikstudium in einer digitalisierten Welt jetzt selbstverständlich künstlerische Dimensionen wie beispielsweise Digitales Konzertdesign, virtuelle Klangumgebungen, digitale Performances, digitale Erweiterung der Lehre und zur Selbstreflexion oder Social-Media. 

Im Herbst 2021 startete das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Philipp Ahner mit vier ineinandergreifenden Teilprojekten: Im Thinking:Space wurden Transformationsprozesse systematisch erforscht und mit wissenschaftlichen Methoden evaluiert. Für den Program:Space, welcher Digitalität in künstlerischen Studienprogrammen weiterentwickelt, zeichneten Dr. Mercé Bosch Sanfélix und Dr. Peter Mall verantwortlich. Im Teaching:Space entwickelte Tobias Reiner Fortbildungsprogramme für die Qualifikation der Lehrenden und Robin Schmidt (Technische Projektkoordination), Paul Schulz und Ralf Pfründer schafften durch die Entwicklung und Implementierung technischer Ausstattung der Fachräume im Performance:Space die Grundlage für die anderen Teilprojekte. Große administrative Unterstützung kam von Emanuel Werres, dem Leiter des Zentrums für Konzerte und Veranstaltungen und Projektmanager des Landeszentrums Musik-DESIGN-PERFORMANCE.

Vielfältige digitale Szenarien für Lehren und Lernen

Zum Projektabschluss präsentierte das Projekt per großer Videowand die umfangreichen Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien in den neu ausgestatteten Unterrichtsräumen: Die Bandbreite reicht von neuen Ressourcen und Möglichkeiten digitalen Musik- und Notenmaterials über die Aufnahme von Audio- und Videomaterial für Bewerbungen für Stipendien, Wettbewerbe oder Auslandssemester bis hin zu komplexen Remote-Unterrichtssetups mit hervorragender Ton- und Bildqualität dank moderner Bildschirme und guter Lautsprecher. 

Als Beispiel in Musiktheorie zeigte Prof. Sven Daigger die maßgeschneiderte Einrichtung eines Theorieraums für den Musiktheorie- und Gehörbildungsunterricht, in dem die Studierenden mit Keyboard und Laptop mit Notensatz, Lernmanagement- und Cloudsystemen arbeiten können. Durch die im Projekt MidiR entwickelten und installierten Ressourcen wird der Unterricht durch vielfältige Gestaltungs- und Reflexionsmöglichkeiten bereichert.

Katharina Wende, Dozentin für Schulpraktisches Klavierspiel, demonstrierte, wie sie im Unterricht Tablet und Bildschirmprojektion sowie Gesangs- und Instrumentenmikrofone nutzt. Auch ein Tonmitschnitt lässt sich leicht erstellen und den Studierenden als Feedback und Fortschrittsdokumentation nutzen. 

Dank des Projekts MidiR konnten an der Hochschule für Musik Trossingen Transformationsprozesse im digitalen Zeitalter unterstützt und wertvolle Prozesse für die Zukunftsfähigkeit des Musikstudiums angestoßen werden.