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Vita

Christoph Henkel, der bald nach seinen ersten Konzertauftritten unter Kennern als Geheimtipp galt, genießt weite internationale Anerkennung und gehört zu den besten Cellisten nicht nur seiner Generation.

Er spielte in den großen Konzertsälen der Welt von New York bis Paris von Tokio bis London, in der Berliner Philharmonie, im Concertgebouw Amsterdam, in Londons Wigmore Hall, im Münchner Herkulessaal und in Neapels Teatro San Carlo, wo er große Erfolge feierte. Als Solist musizierte Christoph Henkel mit den Berliner Philharmonikern, den Radio-Symphonieorchestern von Berlin, Hamburg, Frankfurt, Hannover, Kopenhagen, Seoul u. a. unter Dirigenten wie Erich Leinsdorf, Vaclav Neumann und Eliahu Inbal. Als Kammermusiker hatte er bedeutende Partner wie Accardo, Brainin, Chumachenco, Firkusny, Gingold, Giuranna, Hoelscher, Kussmaul, Robert Levin, Magaloff, Perlemuter, Pludermacher, Poulet, Primrose, Carl Seemann, Joseph Silverstein und er ist Mitglied des DREISAM TRIO (mit Nicolas Chumachenco und Michael Leuschner).

Die Musikkritik feierte Christoph Henkel einmütig als herausragenden Künstler. Die New York Times schrieb über ihn: “His tone woos the ear at all times. It is beautiful and smooth“. Musical America charakterisierte ihn so: „Christoph Henkel is a superior musician and instrumentalist, a cellist with intelligence and technical bravura.” Der “Daily Telegraph" aus London schrieb: "The possibly most demanding work in the repertoire, Kodaly's Solosonata, could hardly have been played with more brilliance and musical intellligence. Mr. Henkel's imperturbability in the face of the almost impossible technical challenges clearly puts this artist in the front rank of executants." Die FAZ (Frankfurt) bemerkte: "Frische und Spielfreude sind zweifellos brauchbare Mittel, wenn sie sich mit derart mühelos funktionierender Technik  und einer ebenso differenzierten wie persönlich geprägten Ausdruckskraft paaren."  Die "Süddeutsche Zeitung" (München) attestierte ihm "eine bemerkenswerte, seltene Musikalität und durchdachte Interpretation, sowie beachtliches Gestaltungvermögen" ( Joachim Kaiser). Die Badische Zeitung sah in ihm "einen Fischer-Dieskau des Violoncellos. Sein Cellospiel ist Gesang auf vier Saiten!"

Christoph Henkel hatte schon mit sechs Jahren in seiner Vaterstadt Marburg den ersten Cellounterricht, später wurde er in Heidelberg Schüler von Georg-Ulrich von Bülow. 1966 gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und erhielt zwischen 1967-69 ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zum Studium bei Janos Starker an der Indiana University (USA), ale dessen Assistent er dort zwei Jahre lehrte.

Er wurde Stipendiat des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie und erhielt im gleichen Jahr das „Performers Certificate“ der Indiana University und wurde mit dem „Enlow Young Artists Award“ ausgezeichnet. 1971 erhielt er das „Artist Diploma“ und gewann den ersten Preis des „Young Concert Artists“ Wettbewerbs in New York. Es folgten die von der Presse hochgelobten Debuts in New York, London und München.

Er tritt regelmässig bei internationalen Festivals auf, so u. a. bei der Bachwoche Ansbach, dem Festival von Montreux, den Schwetzinger Festspielen, dem Pablo Casals Festival in Prades, den Settimane Musicale von Neapel, und den Festivals von Sarasota (USA), Heifetz Institut (USA), Kusatsu (Japan), Kuhmo (Finnland), Portogruaro und Perugia(Italien), Les Arcs, Flaine, Courchevel und Tignes(Frankreich), Barcelona und Saragossa(Spanien), Asprovalta(Griechenland), Ayvalik(Türkei), Beijing(China), Seoul(Korea).

Seine pädagogische Laufbahn begann er als Assistent Janos Starkers an der Indiana University (1969-71) und wurde 1971 an die Illinois State University und an die Michigan State University berufen. Seit 1973 ist Christoph Henkel Professor an der Freiburger Musikhochschule und gibt regelmässig Meisterkurse in Barcelona, Les Arcs, Flaine, Courchevel, Kusatsu (Japan), Seoul, Sarasota (Florida), Uppsala, Portogruaro, Prades.

Neben zahlreichen Konzert-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen hat er eine grosse Diskographie mit Einspielungen bei der Deutschen Grammophon, EMI-Electrola, CBS, Nippon Columbia, Harmonic Records, Lyrinx, BIS, OGAM u. a. Von der Kritik besonders gelobt wurden seine Einspielungen der Bach-Suiten und der Beethoven-Sonaten (mit Georges Pludermacher) sowie der Solo-Sonate und des Duos von Kodaly (Prix Charles Cros). Sein Repertoire umfasst die ganze Solo- und Kammermusikliteratur seines Instrumentes.

Christoph Henkel war von 1973 /als jüngster Musikprofessor Deutschlands) bis zu seiner Emeritierung 2016 Professor an der Hochschule für Musik Freiburg. Seine zahllosen Schüler sind prominent im Konzertleben, bekleiden Professuren und prominente Orchesterpositionen in der ganzen Welt.