- Do. | 15. 10. 2026
- 19.30 Uhr
- Würfelsaal der Volksbank eG
vis-à-vis. Klangkunst im Würfel | „Musik im Dialog“
Internationale Studierende stellen sich vor
Musik überschreitet Grenzen – zwischen Epochen, Kulturen und individuellen Ausdrucksformen. Sie verbindet Menschen über Generationen hinweg und schafft Begegnungen zwischen unterschiedlichen musikalischen Traditionen. Die Werke dieses Abends laden dazu ein, solchen Verbindungen nachzuspüren und verschiedenen musikalischen Stimmen zu begegnen, die trotz ihrer Verschiedenheit miteinander in Dialog treten. Ihor Pankiv und Denys Pankiv (Akkordeon), Lina Tapanova (Violine) und Kristina Fadeyeva (Klavier) sowie Isabella Kania und Sunmuk Kim (Klavier) interpretieren Musik von Schubert, Brahms, Paganini/Liszt bis zu Mukan Tulebayev und Jukka Tiensuu.
Vis-à-vis. Klangkunst im Würfel ist eine gemeinsame Konzertreihe der Volksbank Trossingen eG, des Vereins der Freunde und Förderer der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen e.V. und der HfM Trossingen zur Förderung begabter Studierender.
Eintritt: 10 €, Studierende und Schüler:innen frei | kein Vorverkauf, nur Abendkasse

ZUM PROGRAMM
Franz Schuberts Fantasie f-Moll für Klavier zu vier Händen und die Intermezzi von Johannes Brahms stehen für die große Tradition der Romantik. Beide Komponisten verbinden musikalische Tiefe mit einer besonderen emotionalen Ausdruckskraft und eröffnen Klangwelten voller Intimität, Spannung und lyrischer Schönheit. Ihre Werke zeigen, wie zeitlos menschliche Empfindungen in Musik ihren Ausdruck finden können. Mit Mukan Tulebayevs Poem erweitert sich der Blick über die Grenzen Mitteleuropas hinaus. Das Werk verbindet persönliche Ausdruckskraft mit kulturellen Einflüssen seiner Heimat und eröffnet eine andere klangliche Perspektive. So entsteht ein spannender Kontrast zu den romantischen Werken des Programms, ohne den gemeinsamen musikalischen Zusammenhang zu verlieren. Virtuosität und künstlerische Brillanz begegnen uns in Franz Liszts Bearbeitung von Paganinis berühmter La Campanella. Hier wird technische Meisterschaft zu einem Mittel musikalischen Ausdrucks und verleiht dem Konzertprogramm eine zusätzliche Facette. Gleichzeitig erinnert das Werk daran, wie eng Komponisten verschiedener Generationen miteinander verbunden sind und sich gegenseitig inspirieren. Mit Aion von Jukka Tiensuu spannt sich der Bogen schließlich bis in die Gegenwart. Das Werk eröffnet neue Klangräume und zeigt die Vielfalt musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten unserer Zeit. Moderne Klänge treten dabei nicht in Gegensatz zur Tradition, sondern erweitern den musikalischen Dialog um neue Perspektiven und Ausdrucksformen.
So entsteht ein Programm, das Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Innovation sowie unterschiedliche kulturelle Einflüsse miteinander verbindet. Die einzelnen Werke stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern ergänzen sich zu einem gemeinsamen Ganzen. Sie erzählen von den vielfältigen Wegen, auf denen Musik Menschen, Ideen und Kulturen miteinander verbinden kann. Wir laden Sie herzlich ein, diesen musikalischen Dialog mitzuerleben und die vielfältigen Facetten der Musik neu zu entdecken.