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  • Do. | 22. 01. 2026
  • 19.30 Uhr
  • Konzertsaal

Großes Dozentenkonzert: Schubert-Oktett

Der Trossinger Violinprofessor Winfried Rademacher hat die Streicherausbildung an der HfM Trossingen während der letzten drei Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt. Nun verabschiedet er sich mit einem fulminanten kammermusikalischen Meilenstein der Romantik in den (Un-)Ruhestand. Gemeinsam mit international renommierten Trossinger Kollegen:innen interpretiert der Schubert-Experte dessen F-Dur-Oktett für Streicher und Holzbläser von 1824. Darüber hinaus ist Rademacher mit Franz Schuberts Sonatine D-Dur im Duo mit Klavier zu erleben. Eintritt auf Spendenbasis, Hausöffnung mit Ausschank ab 18.30 Uhr.

Im Oktett musiziert Winfried Rademacher mit seinen Professor:innen-Kollegen Alexander Janiczek (Violine), Sarina Zickgraf (Viola), Beatriz Blanco (Violoncello), Chen Halevi (Klarinette), Fredrik Ekdahl (Fagott) und Detmar Kurig (Kontrabass) sowie der jungen Hornistin Cristina Cortés Panyella aus der Klasse Prof. Saar Berger.

Prof. Winfried Rademacher resümmiert das Projekt: „Mir bereitet es natürlich wahnsinnige Freude, mit diesen großartigen Kollegen zu musizieren, die alle auf den großen Bühnen der Welt zuhause sind, und dabei die Balance finden mit engagiertem, erfolgreichem Unterrichten. Alle diese Kollegen stehen mit ihren profunden Erfahrungen für die pädagogische und künstlerische Exzellenz dieser Hochschule, an der ich seit 1993 gerne unterrichte.“ Im Jahre 1987 war Winfried Rademacher auf seine erste Professur an der Lübecker Musikhochschule berufen worden und wurde gleichzeitig Geiger des namhaften Linos Ensembles: „Mein erstes bedeutendes Werk war das Schubert-Oktett, das seitdem meine Lebensstationen, mit allen Höhen und Tiefen begleitet hat“, erinnert sich Rademacher.

Mit einem ebenfalls ganz besonderen autobiografischen Bezug ist Schuberts D-Dur-Sonatine verbunden, die Winfried Rademacher mit der Trossinger Pianistin Hsu-Chen Su zum Konzertauftakt musiziert: „Die früher komponierte Sonatine ist auch in meinem Leben ein früher Meilenstein gewesen – damals war man der musikpädagogisch irrigen Meinung, sie wäre ein geeignetes Anfängerstück, dabei ist sie höllisch heikel. Aber ich habe sie glühend geliebt, heute denke ich mit Wehmut daran, wie ich sie abwechselnd mit meiner heute 98-jährigen Mutter und meinem Bruder Ulrich Rademacher (heute künstlerischer Leiter des Wettbewerbs „Jugend musiziert“) gespielt habe.“

Übrigens zieht sich die Musik von Franz Schubert wie ein roter Faden auch durch die zahlreichen „Open Chamber“-Projekte, die Winfried Rademacher gemeinsam mit Kolleg:innen und Studierenden in seiner Trossinger Zeit gespielt hatte, darunter das überirdische Streichquintett, die reifen Klaviertrios und das Quartett „Der Tod und das Mädchen“.